Taman Negara

Der Jungle ruft mal wieder!
Nachdem wir den höchstgelegenen Regenwald in den Cameron Highlands und den niedrigsten direkt auf Meeresspiegelniveau (= Mangroven in Langkawi) gesehen haben, fehlte uns noch die Mitte. Dafür sind wir in den Nationalpark Taman Negara gefahren.

Wir haben das teuerste und laut Internet einzige richtig gute Resort, direkt am Parkeingang gebucht. Dort angekommen haben wir uns leider kurz etwas geärgert, weil sie zum einen noch jede Menge Steuern und Gebühren verlangt haben und zum anderen das Zimmer/ Bungalow den Preis nicht wert war … aber es war ja nur für 2 Nächte.

Um in der kurzen Zeit möglichst viel zu sehen haben wir uns für zwei Ausflügr entschieden.

Als erstes braucht man aber eine Erlaubnis, um den Jungle überhaupt betreten zu dürfen und muss jede Kamera anmelden, mit der fotografiert wird.

Am nächsten Tag sind wir morgens zum Jungle-Trekking gestartet. Es war wieder ziemlich anstrengend, aber diesmal vor allem weil wir den Bukit Teresek Berg rein über Treppen bestiegen haben. Ansonsten hatte es nicht wirklich viel mit Trekking, oder gar dem Hiking in den Cameron Highlands zu tun. In dem kurzen Stück, was wirklich naturbelassen war und in dem man über Wurzeln klettern musste, hat sich ein anderer Tourteilnehmer den Kopf an einem Ast gestoßen und musste mit einer Platzwunde ins Krankenhaus. Danach hat unser Guide nur noch Treppenwege gewählt. Trotzdem hat der Aufstieg Spaß gemacht! Oben sind wir bei einem netten Aussichtspunkt herausgekommen, von dem aus man an klaren Tagen angeblich den höchsten Berg der malayischen Halbinsel sehen kann – als wir dort waren war es leider bewölkt.

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Es folgte der Canopy Walkway, eine Art Baumwipfelpfad. In bis zu 50m Höhe läuft man auf Hängebrücken durch den Regenwald. Das ist eine echte Herausforderung für Leute mit Höhenangst: Die Engländerin vor uns hat ihren Mann beispielsweise immer wenn er sie gelobt hat, wie gut sie das macht beschimft und ihn angeschrien, dass sie ihn hassen würde (direkt nachdem sie festen Boden unter den Füßen hatte, haben sie sich wieder vertragen).

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Nach einer Mittagspause haben wir beim zweiten Ausflug ein Orang Asli Dorf besucht. Das sind die eigentlichen Ureinwohner Malaysias und sie leben als Nomaden am Rande von und im Jungle. Wir waren in einem Dorf des Batek Stammes und haben von unserem Guide viel interessantes über ihren Lebensstil und ihre Überzeugungen erfahren. Die Ureinwohner selbst sprechen eigene Sprachen und können sich oft nicht mal mit Malayen verständigen. Unser Guide durfte als einziger Fremder für 3 Monate in einem Dorf leben und kannte sich daher gut aus. Er hat uns z.B. erzählt, dass wenn ein Mann eine Frau heiraten will, sie ihn vorher für einen Monat in den Jungle schicken kann, wo er beweisen muss, dass er über genug Wissen verfügt um zu überleben. Die Orang Asli selbst haben uns dann noch gezeigt, wie sie ohne Streichholz oder Feuerzeug Feuer machen. Mit ihrer Methode schaffen sir das in ca. 1 Minute und benutzen dafür nur verschiedenstes Holz, Palmen, Lianen, … Außerdem haben wir gelernt, wie sie sich über weite Distanzen bemerkbar machen und wie sie mit einem Blasrohr jagen. Das durften wir sogar selbst ausprobieren!! Max und ich hätten aber nichts zu Abendessen bekommen.

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Als Abschluss des Tourtages haben wir das sogenannte Rapid-Shooting mitgemacht. In einem schlichten Holzboot fährt man auf dem gelben Tembeling River durch die Haupt-Stromschnellen. Dabei wird man ordentlich nass, auch weil der Guide einen riesen Spaß hatte vorne im Boot die Hand ins Wasser zu halten und uns dadurch hinten nass zu spritzen. Am Ende war nichts (!!) mehr trocken.

Abendessen kann man im Taman Negara am besten in den “floating Restaurants”. Auf einer Art großem Floß, das am Flussufer schwimmt, haben wir lecker und schön günstig asiatisch bzw. indisch gegessen. Dabei haben wir uns nett mit anderen Reisenden unterhalten – nur Bier haben sie dort nicht verkauft.

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Der Taman Negara war unser vorerst letztes Ziel in Malaysia – als nächstes fahren wir nach Singapur!

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