Penang – Georgetown

Das nächste Ziel unserer Malaysiarundreise war die vorgelagerte Insel Penang an der Westküste, die durch die eindrucksvolle, lange Penang Bridge mit dem Festland verbunden ist.

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Der wichtigste Ort der Insel ist die Stadt Georgetown, die vor 8 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde.

Hier sind auch wir für 4 Tage im B Street Hotel untergekommen, das zentral gelegen, modern und preiswert ist. Außerdem haben sie super nettes Personal. Ein paar Mal haben sie Lena vielleicht ein bisschen ausgelacht: es gibt unten in der Lobby kostenlos Kekse, und da mussten wir natürlich zuschlagen! IMMER wenn wir vorbei gekommen sind! Dafür haben sie uns ihre selbstgemachten Churros probieren lassen. Nachdem die ersten nicht so gut gelungen sind, haben sie uns sogar welche aufs Zimmer gebracht zum erneuten probieren (liebevoll angerichtet und mit Nutella zum Dippen)!!! Außerdem wollten sie unbedingt ein Selfie mit uns machen und wir sind jetzt Facebook-Freunde …

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Wir haben Penang wettertechnisch als eher wechselhaft und unbeständig erlebt. Meist war es morgens traumhaft schön, tropische Temperaturen und Max Wetterapp hat über 70% Luftfeuchtigkeit angezeigt, so dass man aus dem Schwitzen gar nicht mehr herausgekommen ist. Dann gab es aber auch große Wolkenfronten und warmer aber heftiger Regen, der nicht immer schnell wieder aufhörte. Noch nie waren wir so neidisch auf Leute mit Regenschirmen. Später waren wir dann schlauer, hatten immer unsere Regencapes dabei und verbesserten unser “Dachhopping”, also möglichst weite Strecken in überdachten Häusereingängen zurückzulegen.

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Durch das Wetter wurde auch unser Sightseeing- und Erkundungsprogramm bestimmt. Wir haben für vergleichsweise wenig Gesehenes dadurch sehr lange gebraucht.

Der erste Eindruck von Georgetown: eine bunte, lebendige Stadt.
Speziell in unserem Viertel gibt es an jeder Ecke coole Street-Art – das wohl berühmteste Werk heißt “Kids on Bicycle” und ist ein richtiger Touristenmagnet. Es macht viel Spaß durch die Straßen und Gassen zu Laufen und immer wieder neue Malereien und Drahtkunstwerke zu entdecken.

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Auffällig: so indisch die Cameron Highlands waren, so chinesisch ist Penang. Denn rund 50% der Einwohner sind Chinesen. Das kann man auch deutlich am chinesischen Einfluss erkennen, der sich unter anderem in überwiegend chinesischem Essen, Schriftzeichen, Garküchen, shop houses, usw. … widerspiegelt.
Auch viele der Touristen sind hier Chinesen und sie machen (wie überall auf der Welt) lustige Sachen wie mit Familienfahrrädern über viel befahrene Hauptstraßen fahren während ihre Kinder dabei pausenlos klingeln usw.

Natürlich haben wir die Pitt-Street/ Street of Harmonie besucht. Sie ist ein Zeichen des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Kulturen auf engstem Raum. Seite an Seite beten hier Muslime, Buddhisten, Christen und Hindus in den jeweiligen Gebetsstätten. Diesen Eindruck haben auch die Leute bestätigt, die wir hier getroffen haben – alle waren sehr offen, freundlich und unglaublich hilfsbereit, unabhängig von Herkunft oder Religion. Man steht kaum eine Sekunde etwas ratlos irgendwo, schon wird einem der Wunsch wo man hin möchte von den Augen abgelesen und geholfen. Oder Wildfremde sprechen einen an, aber nicht um einem etwas zu verkaufen, sondern einfach um sich kurz zu unterhalten und dann Tipps zu geben, wo man als nächstes hingehen sollte. Der Autor unseres Reiseführers hat Recht – die Malayen sind die nettesten Menschen, die es gibt. Jedes Lächeln wird hier erwidert, es wird freundlich zugewunken oder auch mal gehupt. Wir sind total begeistert!!

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Abendessen kann man in Georgetown gut und günstig bei den Locals, d.h. dort wo auch die Einheimischen essen gehen, nämlich an Straßenständen. Hier gibt es neben den gewöhnlichen Nudel- und Reisgerichten dann z.B. auch außergewöhnliche Dinge (komische schimmelige Eier), die man sich selbst frittieren kann …

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An einem Abend hatten wir zudem das Glück, dass der Khoo Kongsi (Tempel und Versammlungshalle eines chinesischen Clans) seinen monatlichen Abend der offenen Tür feierte. Hier wurden traditionelle Tänze präsentiert, unter anderem auch der Löwentanz mit Live-Trommlern. Eine echte Erfahrung!

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Neben Georgetown selbst haben wir uns die Sehenswürdigkeiten der Umgebung angeschaut.
Im etwas außerhalb gelegenen und wiedermal schön angelegten botanischen Garten sind wir wegen brennender Hitze nur ca. 1 Stunde gelaufen, haben dafür aber wir wieder ganze Affenfamilien samt süßer Affenbabys gesehen.
Gut gefallen hat uns auch der Penang Hill. Hier fährt man mit einer kleinen Bahn ca. 800 Meter steil nach oben auf einen Hügel. Beim Anstehen am Ticketschalter gab uns eine andere Europäerin den Tipp, die doppelt so teure “Fast Lane” zu nehmen, weil man sonst nochmal mind. 2 Stunden anstehen muss. So sind wir an der endlos langen Schlange vorbei spaziert und haben noch dazu die besten Plätze ganz vorne am Fenster bekommen. Oben hatten wir dann trotz diesigem Wetter eine gute Aussicht auf Penang und vor allem Georgetown.
Ganz in der Nähe haben wir noch den größten buddhistischen Tempel des Landes besucht, den Kek Lok Si. Er besteht aus grün bepflanzten Innenhöfen, mehreren Gebetshallen in denen Mönche Mantras singen und einer riesigen Göttin aus Bronze, die über der Tempelablage trohnt.

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5 Kommentare

  1. Hallo Lena und Max,
    Hier schreibt Otmar, der Nachbar deiner Oma Luise, dein Vater hat mir heute auf Luises Geburtstagsfeier, von deinem Blog erzählt. Liest sich toll und informativ, wünsche euch noch viele schöne Erfahrungen und Erlebnisse auf eure großen Reise, freue mich schon auf neue Berichte.
    LG Otmar und Margit

  2. Liebe Lena,

    beim Lesen Eures Blogs bekommt man richtiges “Fernweh” – toll geschrieben und bebildert!
    Freu mich schon auf die Fortsetzung 🙂

    Habt weiterhin viel Spaß!!!
    Liebe Grüße aus der Heimat
    Sabine

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