Kalutara

Die letzten Tage unserer Reise verbrachten wir nochmal ganz entspannt am Meer in Kalutara. Das Herumreisen und das ganze Sightseeing kann aber auch wirklich anstrengend sein … 🙂

Irgendwie lustig war die Ankunft in unserem Hotel. Wir fuhren von Galle aus mit dem öffentlichen Bus, welcher uns nach einer Vollbremsung leider ein ganzes Stück zu weit raus ließ, sodass wir noch ca. 15 Minuten Fußmarsch vor uns hatten. Völlig fertig und verschwitzt kamen wir in dem relativ feinen Hotel an wo uns der Manager empfing. Er schaute uns aber nicht komisch an, sondern war stattdessen total begeistert und fragte interessiert nach jedem Stopp unserer Reise und ob wir wirklich alles alleine organisiert hätten. Scheinbar sind Individualreisende hier eine absolute Besonderheit zwischen all den (französischen und indischen) Pauschalurlaubern … Umso mehr genossen wir die schöne Hotelanlage direkt am Strand. Badetauglich ist das Meer an der Westküste Sri Lankas zwar meist nicht – das höchste der Gefühle war die gelb-rote Flagge, eine grüne besitzt das Hotel nicht mal – doch dank eines schönen Pools konnten wir uns trotzdem immer wieder mal abkühlen. Ansonsten gibt es eigentlich nicht viel zu berichten, da wir vor allem faul herum lagen und ein Buch nach dem anderen verschlangen bis wir abends den farbenprächtigen Sonnenuntergang über dem indischen Ozean von unserem Balkon aus verfolgen konnten.








Zum Abschluss unseres mehr als dreiwöchigen Aufenthaltes wollen wir euch ein paar sonstige kleine Beobachtungen zu Sri Lanka nicht vorenthalten, die vorher einfach keinen Platz in unseren Berichten gefunden haben … Sri Lanka ist ein landschaftlich und kulturell hoch interessantes und sehr schönes Land, dass sich jedoch eines Tages selbst zerstören wird, wenn die Bewohner weiter so unachtsam mit der Natur umgehen. Als Beispiel können hier die Plastikflaschen genannt werden, aber vor allem die Tatsache, dass jeder seinen privaten Müll im Garten oder neben der Straße verbrennt hat uns noch mehr schockiert. Dadurch liegt oft ein intensiver Geruch nach verbranntem Plastik in der Luft – ziemlich eklig.
Leider ist der Großteil der Bevölkerung sehr arm und viele Städte wirken baufällig und heruntergekommen. Es gibt also viel Potential, das nur ausgeschöpft werden müsste!
Die Menschen hier sind sehr freundlich und begegnen einem oft mit einem ehrlichen Lächeln. Außerdem sind sie sehr interessiert sowie stolz auf ihre Heimat, sodass nach der Frage „das erste Mal in Sri Lanka?“ immer sofort mit glänzenden Augen nachgefragt wird, wie es denn gefällt. Auch haben wir viele Menschen als sehr hilfsbereit erlebt, z.B. als wir im Bus nicht wussten, wo wir aussteigen sollten. Doch wie überall sonst versaut auch hier der Tourismus die Leute wodurch wir einige als aufdringlich und unangenehm empfanden. Manchmal muss man die Art aber auch einfach so hinnehmen: so ist es für uns logisch, dass wenn wir dem ersten Tuk Tuk Fahrer der „Taxi?“ über die Straße ruft oder langsam neben uns her fährt dankend fortschicken, wir einfach keine Mitfahrgelegenheit brauchen. Hier fragt jedoch trotzdem jeder weitere Tuk Tuk Fahrer in einer Parkbucht ob er einen fahren soll – warum sollten wir die ersten 4 nicht wollen und beim 5. dann unsere Meinung ändern? Aber wie gesagt: andere Länder, ander Sitten.
Apropos Straßenverkehr: dieser ist in Sri Lanka typisch asiatisch das heißt mit anderen Worten absolut chaotisch. Am elementarsten ist der Gebrauch der Hupe, gleich bedeutend mit „Vorsicht, jetzt fahre ich“. Nach diesem Signal gilt aber auch keine Rücksicht auf Verluste mehr, denn wer hupt hat Recht?! Zudem ist es ganz normal, dass auch mal bis zu vier Fahrzeuge nebeneinander fahren, wenn gerade wieder ein Tuk Tuk einen Roller überholt, auf der anderen Seite aber ein Bus an einem Auto vorbei will … erstaunlicherweise funktioniert das System, auch wenn es manchmal etwas angsteinflösend ist.
Auch die Währung Sri Lanka Rupien wollen wir noch kurz loben: von allen asiatischen Währungen kamen wir damit bisher am besten zurecht, da die Umrechnung so schön einfach ist. Zum Beispiel: 100 LKR = 50ct, 50LKR = 25 ct, usw. … einfach immer geteilt durch 200. Da auch in Sri Lanka feilschen angesagt ist, ist es sehr angenehm, wenn man schnell im Kopf umrechnen kann!

Zusammenfassend ist Sri Lanka auf jeden Fall eine Reise wert und hat Einiges zu bieten. Nur die Tatsache, dass das Meer nur bedingt zum Baden geeignet ist sollte man bedenken, wenn man auf einen reinen Badeurlaub aus ist.



Nun sind wir nach einer langen Rückreise, zunächst nach Dubai, dann nach München und von dort mit dem Zug nach Nürnberg wieder gut in Deutschland angekommen. Wir hoffen unsere Berichte zu Sri Lanka waren unterhaltsam und haben euch gefallen 🙂 bis zum nächsten Urlaub!!


2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.