Galle

Galle bzw. genauer gesagt der Stadtteil Fort, ist wirklich schön. Der Grund hierfür liegt in der Geschichte: einst errichteten die Holländer eine aufwendige Wallanlage, allerdings nahmen die Briten die Stadt trotzdem ein und dies angeblich sogar ganz ohne Gegenwehr. Da jedoch Galle an sich keine große Bedeutung für die Engländer hatte, ließen sie alles wie es war. So ist das „Dutch Fort“ auch heute noch weitestgehend im Ursprungszustand und lädt zu einem Spaziergang über die gut erhaltenen etwa 3km langen Festungsmauern mit mehreren Bastionen also Verteidigungsvorsprüngen ein. Am südlichen Zipfel ragt ein Leuchtturm auf. Zusammen mit der weißen Moschee Meera Jumma Masjid, die aufgrund ihres italienischen Architekten eher aussieht wie eine Kirche, ergibt sich ein tolles Fotomotiv.



Auch ansonsten finden sich einige ansehnliche historische Gebäude und Kirchen in Galle. Doch vor allem die wenigen und friedlichen Gassen mit den einladenden Souvenir-Shops, Cafés und Restaurants machen den Charme der Altstadt aus. Wir zogen mehrmals los und ließen uns einfach treiben bis wir wieder an irgendeinem Punkt auf die Stadtmauer trafen um von dort in eine andere Richtung zu bummeln.


Wie in unseren bisherigen Asien-Urlauben wollten wir auch diesmal wieder mehr über die traditionelle Küche des Landes erfahren – und wie ginge das besser als bei einem Kochkurs. Wir hatten Glück und waren die einzigen Teilnehmer, sodass wir alles selbst machen durften. Vorher führte uns Chanu, der Sohn der Köchin noch in ihrem privaten Garten herum um uns alle möglichen Gewürze und Pflanzen in natura zu zeigen, die wir später verarbeiten würden. Das Nationalgericht Sri Lankas trägt den schwammigen Namen „Rice & Curry“. Dazu passend kochten wir an diesem Vormittag insgesamt 6 verschiedene Currys: Hühnchen-, Kürbis-, Dhal/Kichererbsen-, Kartoffel-, Bohnen- und Auberginen-Curry. Manche davon entsprechen ihrer Konsistenz nach jedoch nicht dem, was wir als Deutsche unter Curry verstehen, sondern sind einfach gebratenes oder frittiertes Gemüse. Außerdem machten wir Roti und bereiteten verschiedene Salate zu darunter auch Kokos-Sambal. Da für fast alles an diesem Tag Kokos in irgendeiner Form benötigt wurde bearbeiteten wir die rohe Nuss vorher d.h. schlugen sie mit einem Beil auf, rieben mit einem Schraubstock das Fruchtfleisch heraus und stellten daraus Kokosmilch her … am Ende saßen wir vor Unmengen an Essen, sodass wir unmöglich alles zu zweit schaffen konnten. Darum bekamen wir die Reste als Doggy-Bag in einem Bananenblatt eingewickelt mit und hatten damit auch das Abendessen gesichert 🙂 An diesem Tag lernten wir die sri lankische Küche nochmal ganz neu kennen und schätzen und werden zu Hause auf jeden Fall versuchen einiges nachzukochen.




2 Kommentare

  1. Das würden wir sofort essen. Wenn Ihr zuhause seid könnt Ihr uns dazu mal einladen oder sowas bei uns kochen. Wir freuen aber auch ohne kochen auf Euc

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