Ella

Das Städtchen Ella hatte uns sofort in seinen Bann gezogen, auch wenn es hier sehr touristisch zugeht. Im Gegenteil genossen wir sogar die Vorteile, die dadurch entstehen. Es ist z.B. toll zur Abwechslung eine nennenswerte Auswahl an Restaurants zu haben. Denn anders als erwartet reihen sich in Sri Lanka nicht Garküche an Garküche, Straßenstand an Straßenstand, sodass das Abendessen eher eine Herausforderung darstellt …
Auch sonst war uns Ella direkt sympathisch, da es aus einer belebten Hauptstraße mit vielen kleinen Läden, Cafés und Bars besteht, gleichzeitig aber den Charme eines beschaulichen Bergdorfes hat. Als Kontrast zu dieser Geschäftigkeit lädt die wunderschöne umgebende Natur zu Spaziergängen und Wanderungen ein.


Als erstes nahmen wir uns den Ella Rock (1350m) vor, dessen markante Felsen auch von unten gut zu erkennen sind. Gerüstet mit einer eher dürftigen „Wanderkarte“ ging es los. Zunächst auf den Gleisen entlang. Diese sind hier wie ein Fußgängerweg, der auch von Einheimischen gerne genutzt wird um von einem Ort in den nächsten zu kommen. Zudem ist es nicht besonders gefährlich, da die Züge hier nur alle paar Stunden fahren. Außerdem sind sie so langsam, dass man sie lange vorher hört und selbst wenn man sie sieht noch genug Zeit hat, sich in Sicherheit zu bringen.
Zurück zur Wanderung auf den Ella Rock: Wir wurden vorher schon gewarnt, den Einheimischen auf der Strecke nicht zu trauen, da sie Orientierungslose Ausländer absichtlich in die falsche Richtung schicken. Doch trotzdem ließen wir verunsichern und wurden getäuscht … so freuten wir uns als uns nach einer Weile Herumgeirre die ersten Touristen entgegen kamen. „Nach der 3. Kuh links“ hört sich zwar nach einer merkwürdigen Beschreibung an, half uns aber enorm weiter. Es ging dann über einen Wasserfall, durch Tee- und Reisfelder und in einen sehr europäisch wirkenden Wald. Zwischendurch hielten wir bei einem Aussichtspunkt bevor es ein letztes steiles und anstrengendes Stück über Wurzeln und Steine weiter ging. Nach insgesamt 2,5 Stunden hatten wir es geschafft und konnten die traumhafte Aussicht genießen. Der Blick über das Tal/ die Ella Gap und bis hinüber zum Little Adams Peak entschädigte für die schweißtreibende Kletterei zur Spitze bei wie immer viel zu warmen Temperaturen. Leider verliefen wir uns auf dem Rückweg nochmal sodass wir dafür sogar geschlagene 3 Stunden brauchten.



Wer schon mal auf Sri Lanka war und weiß, wo was liegt hat vielleicht gemerkt, dass wir uns gegen den Sonnenaufgang auf dem Adams Peak entschieden haben. Dafür müsste man nachts mit unzähligen anderen Touristen und Pilgern mehr als 5.000 Stufen bewältigen … wir wählten stattdessen den kleinen Bruder Little Adams Peak (1141m) um unseren Sonnenaufgang zu sehen. Auch hierfür mussten wir noch (gefühlt) mitten in der Nacht aufstehen. Als wir da so auf völlig dunklen Landstraßen und Schotterwegen liefen war uns dann doch etwas mulmig zumute … es schienen keine anderen Touristen unterwegs zu sein. Ob das so eine gute Idee war?! Doch abgesehen von unserer Paranoia war der Aufstieg nur halb so wild, eher ein etwas schwierigerer Spaziergang. In noch völliger Dunkelheit kamen wir oben an und dort waren dann auch ein paar Leute, wobei es kein Gedränge gab und vielleicht 20 Personen insgesamt rechtzeitig kamen. Der Sonnenaufgang selbst war sehr stimmungsvoll und schön, wenn auch aufgrund der geringeren Höhe nicht so spektakulär wie auf dem Mount Batur in Bali. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau 😉 Auf dem Rückweg sahen wir dann auch, was uns vorher verborgen geblieben war: das herrliche Grün der Teeplantagen, die den Weg links und rechts säumten.


Ein anderes beliebtes Ziel in der Umgebung ist die Nine Arches Bridge. Diese würde ihrem Aussehen nach perfekt in einen Harry Potter Film passen. Viele Menschen planen ihren Ausflug so, dass sie den Zug (leider nicht der Hogwarts Express) auf der Brücke erwischen. Andere warten sogar gezielt darauf. Wir hatten dagegen einfach Glück, denn kaum waren wir 5 Minuten da kam der Zug. Einerseits waren dadurch viel mehr Menschen dort und wir waren nicht scharf auf diesen Ansturm. Anderseits konnten wir dadurch die Brücke menschenleer sehen und einige wunderschöne Fotos mit und ohne Zug schießen.

Der Rückweg führte uns wieder über die Schienen, diesmal sogar bis zum Bahnhof in Ella. Das wirklich tolle daran – es ist idiotensicher und man kann sich nicht verlaufen.

Zuletzt sahen wir in Ella die Rawana Wasserfälle, allerdings nur für einen kurzen Stopp. Dennoch gefielen sie uns sehr gut und wir hätten gerne die Zeit gehabt uns darin zu erfrischen und zu baden. Schade, aber vielleicht nächstes Mal … 😉

4 Kommentare

  1. Surprisingly good post. I really found your primary webpage and additionally wanted to suggest that have essentially enjoyed searching your website blog posts. Whatever the case I’ll always be subscribing to your entire supply and I hope you jot down ever again soon!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.