Durch das Hochland

Das Hochland ist bekannt für seine Feuchtigkeit. Da es hier verhältnismäßig häufig regnet ist alles dicht bewachsen und farbintensiv.



Aufgrund dieser unberührten Natur gilt auch die Zugstrecke zwischen Kandy und Ella als eine der schönsten überhaupt. Da es mit dem Zug für uns leider nicht geklappt hat (keine Reservierung möglich), gönnten wir uns wieder einen privaten Fahrer. Der Vorteil dadurch: wir sahen dieselbe wunderschöne Berglandschaft auf komfortable und schnellere (?) Weise und konnten sogar noch ein paar Stops auf dem Weg einlegen.

Zunächst hielten wir in Campola, bei dem angeblich größten liegenden Buddha Südostasiens.
Es wurde um eine Spende von 50ct pro Person gebeten, um sich die Statue anschauen zu dürfen (da es sich aber nur um einen Hinterhof handelte, konnten wir sie bereits aus dem Auto komplett sehen). Dafür bekamen wir dann ein „Ticket“/Sticker welches/r natürlich niemanden interessierte geschweige denn kontrolliert wurde. Das ging uns bei kleineren Tempelanlagen schon häufiger so. Sie stellen diese Zettel scheinbar nur für die Touristen aus, damit man das Gefühl hat, für sein Geld etwas zu bekommen. Eigentlich ganz nett.
Dieser Buddha hier war jedenfalls sehenswert und wirklich ziemlich lang.

Wir lieben das grün in Asien. Vor allem Teeplantagen haben so gesättigte Farben, dass man sie mit nichts zu Hause vergleichen kann. Deshalb wollten wir unbedingt an ein paar Teefeldern Halt machen und konnten dabei sogar Pflückerinnen in Aktion erleben (Anmerkung: für 1kg Tee bekommen die „freiberuflichen“ Arbeiterinnen ca. 19ct, man bedenke, dass es sich nur um leichte Blätter handelt wodurch das Kilo seine Zeit braucht und das Pflücken in der prallen Sonne ein Knochenjob ist …). Der einzige kleine Dämpfer waren teils aggressive Bettlerinnen. Scheinheilig fragten sie, ob sie uns etwas zu den Blättern erklären dürften und ob wir ein Foto machen wollten. Doch nach ein paar Sekunden hatten wir die Masche durchschaut – es ging natürlich (wie hier so oft) ums Geld. Als wir bestimmend „nein“ sagten folgte uns eine Frau sogar und wurde handgreiflich indem sie uns ihre Fingernägel in den Unterarm bohrte. Hier haben wir mal wieder leibhaftig erfahren, wie schwierig es für die vielen armen Menschen im Land ist, die alle auch nur ein Stück vom Kuchen abhaben wollen und sich nicht anders zu helfen wissen … abgesehen von diesem Zwischenfall waren wir wieder mal begeistert von den Teefeldern. Die Bilder sprechen vermutlich für sich, also seht selbst.



Als nächstes hielten wir am Wasserfall Ramboda. Vor einer traumhaften Kulisse tranken wir einen leckeren Tee und genossen die frische Brise, die durch das herabstürzende Wasser zu uns geweht wurde. Übrigens: Wenn es längere Zeit regnet, soll von den dahinterliegenden Steinen und Felsen nichts mehr zu sehen sein.

Dann ging es in die höchst gelegene Stadt Sri Lankas, Nuwara Eliya. Aufgrund des starken britischen Einflusses, der auch heute noch an der Bauweise vieler Gebäude erkennbar ist, nennt man das Städtchen auch „Little England“. Und tatsächlich gibt es neben dem originalen Post Office aus der Kolonialzeit auch einen Golfplatz, der sich quer am Ort entlang windet und irgendwie eigentümlich wirkt, wenn man um die weit verbreitete Armut in den meisten Gegenden des Landes weiß. Außerdem gibt es eine Pferderennbahn (Race Course) und vermutlich damit zusammenhängend überall frei herumlaufende Ponys. Zuletzt verfügt Nuwara Eliya über einen schönen künstlich angelegten See, den Lake Gregory, wobei man für einen Spaziergang an der Promenade Eintritt zahlen muss, weshalb wir ihn lediglich von außen betrachteten. Ganz den Gerüchten um die Stadt entsprechend (und passend zum großen Bruder/ Vorbild England) fing es nach ca. einer Stunde plötzlich an gussartig zu regnen und die Temperatur sank laut Autothermometer auf 18 Grad. Auch im Nachhinein bestätigten einige andere Reisende, dass das Wetter dort sehr unbeständig sei. Wir waren deshalb froh, dass wir nach dem kurzen Zwischenstopp weiter in Richtung Ella fuhren …


3 Kommentare

  1. Hallo ihr Reisende, 😘 vielen Dank für die tollen Bilder , Eindrücke und die ausführliche Erzählungen die ihr uns immer schickt. Ihr erlebt ja wieder einiges, das freut mich sehr. Die Teefelder sind wirklich beeindruckend….
    Mit der Hitze hätte ich so mein Problem. 😓
    Passt weiter auf euch auf und eine gute Weiterreise in den Süden.
    Mit großer Spannung erwarte ich den nächsten Eintrag. 👍😃
    Ganz liebe Grüße 😘😘😘
    Mama Petra

  2. “First off I want to say awesome blog! I had a quick question that I’d like to
    ask if you don’t mind. I was interested to know how you center yourself and clear
    your head before writing. I’ve had a hard time clearing my
    thoughts in getting my thoughts out. I do take pleasure in writing but it just
    seems like the first 10 to 15 minutes are generally
    lost simply just trying to figure out how to begin. Any recommendations or tips?
    Appreciate it!”

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.