Colombo

So wenig über unser Reiseziel informiert wie noch nie, ging es am Mittwoch endlich los. Pünktlich um 9 Uhr saßen wir mit unseren prall gefüllten Rucksäcken im Zug nach München, von wo aus wir diesmal abflogen. Die insgesamt 10-stündigen Flüge verliefen problemlos mit gutem Essen à la Emirates, aktuellen Kinofilmen und wenig Schlaf. Nach einem Zwischenstopp in Dubai landeten wir in Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka.



Da wir aus unseren bisherigen Reisen gelernt hatten, warfen wir uns nicht der Taxi-Maffia zum Fraß vor, sondern gingen selbstbewusst und zielstrebig vor. Mit mäßigem Erfolg: trotz Buchung am offiziellen Schalter kannte der Fahrer das Hotel nicht, musste dort 3x anrufen und verlangte am Ende mehr Geld, da es angeblich weiter war als ursprünglich angedacht. Trotzdem erreichten wir irgendwann unser hübsch gelegenes Hotel mit Meerblick.



Entgegen unserer sonstigen Vorgehensweise gegen Jetlag konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, uns etwas auszuruhen. Danach starteten wir mehr oder weniger erholt eine kleine Erkundungstour durch die Stadt. Zunächst besorgten wir uns Zugtickets an der Fort Railway Station, dem Hauptbahnhof. Zum Glück waren wir hier sehr hartnäckig. Vom ersten Schalter wurden wir abgewiesen („alle
Plätze ausgebucht“) und von drei weiteren weitergeschickt. Erst am letztmöglichen Schalter konnten wir dann doch Tickets reservieren … diese Erfahrung sollte aber noch zu einem peinlichen Zwischenfall führen – dazu später mehr.



Nun marschierten wir mit unseren Flipflops los, durch das belebte Viertel Pettah und vorbei an einigen nett aussehenden Gebäuden.





Über eine Brücke gelangt man in das angrenzende Viertel Fort. Hier gingen wir z.B. am ehemaligen Krankenhaus Dutch Hospital vorbei, welches heute Gaststätten und Restaurants beherbergt. Dahinter ragen die Türme des World Trade Centers in den Himmel. Hier tranken wir einen annehmbaren Kaffee – den soll es in Sri Lanka, dem Land des Tees (früheres Ceylon) nicht oft geben.


Den Abschluss unserer zugegebenermaßen nur überblicksartiger Tour bildete das Galle Face Green. Es mag an der Trockenzeit liegen, aber grün war dort nicht viel. Trotzdem ist der „Rasen“ direkt am Meer ein netter und offenbar auch sehr beliebter Ort, an dem sich Einheimische wie Touristen gerne treffen. Auch wir flanierten auf dem Weg entlang, sogen die frische Brise ein und bestaunten die kräftigen Wellen. Auf der gegenüberliegenden Seite sind wieder einige schöne Gebäude zu sehen, darunter das Old Parliament, dass heute das Sekretariat des Präsidenten beheimatet.




Nach insgesamt 10 km in Flip Flops haben wir uns beide Blasen gelaufen und können ein eher ernüchterndes Resumee über Sri Lankas Hauptstadt ziehen. Die Meinungen diesbezüglich gehen auseinander, doch wir fanden Colombo nicht besonders attraktiv und würden es vermutlich kein zweites Mal besuchen. Es gibt zwar auch nichts schlechtes darüber zu sagen, aber es fehlte einfach der typisch asiatische Charme bzw. der moderne Touch, den die anderen Großstädte oft besitzen. Allerdings kann sich hier in Zukunft einiges tun, denn Sri Lanka eifert fleißig Singapur nach und ist dabei eine riesige Hafen-City aufzubauen.


Unser erstes sri-lankisches Essen haben wir im Hotel zu uns genommen: Suppe, Hühnchen-Curry und als Nachtisch einen gewöhnungsbedürftigen Mix bestehend aus purem Quark übergossen mit Honig. Dazu ein hier gebrautes Lion-Bier und wir fielen pappsatt und müde in unsere Betten.

8 Kommentare

  1. Sehr schön ihr zwei – ich freue mich schon auf noch mehr Info und Bilder von euch bzw von Sri Lanka…
    Das Essen sieht super lecker aus (würde mir sicher auch schmecken) – war’s scharf?
    Weiterhin einen schönen Urlaub und tolle Erlebnisse!!
    Mama Andrea

  2. Hallo ihr Lieben😃 es ist schön, das wir wieder mit sehr schönen Bildern und Informationen von euch an der tollen Reise (etwas) teilnehmen können.
    Es macht großen Spaß euer Reise-Blog zu verfolgen. Ich freue mich auf weitere tolle Aufnahmen , Eindrücke, Erlebnisse usw. Also bis bald, eine schöne Zeit und einen wunderbaren Urlaub😘😘
    Mama Petra

  3. Es ist schade, daß Euch der erste Tag nicht so gut gefallen hat. Die Bilder sind sehr schön und sehr interessant. Viel Spaß bei der Weiterreise und einen sehr schönen Urlaub. Last weiter von Euch sehen

    1. So schrecklich wollten wir es gar nicht darstellen. Wir sind ja auch ohne große Erwartungen an den Tag herangegangen. Dementsprechend war es als Einstieg ganz in Ordnung. Und ein Land ohne dessen Hauptstadt zu besichten wäre irgendwie auch komisch … 🙂

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