Cameron Highlands

Von Kuala Lumpur aus sind wir etwa 4 Stunden mit dem Bus in die Cameron Highlands gefahren. Das letzte Stück der Strecke war ziemlich abenteuerlich: man kann sich den Weg ungefähr wie Serpentinen in den Alpen vorstellen, nur dass die Straße in den Kurven nur breit genug für ein Auto ist, es nur sehr selten Leitplanken oder ähnliches gibt und die Malayen eher schnell und ungeduldig fahren und gerne auch mal in Kurven überholen. Um entgegen kommende Autos zu warnen, dass man in eine Kurve einfährt, wird deshalb immer vorher gehupt! Großen Respekt an unseren Busfahrer, der uns in unserem großen Reisebus sicher nach oben gebracht hat, während wir Insassen gebannt zuschauten.
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Übernachtet haben wir in dem kleinen Städtchen Tanah Rata in einem Airbnb. Bei der Ankunft wurden wir und unsere zwei holländischen Mitbewohner sehr freundlich mit selbstgemachtem Gebäck und Tee empfangen. Außerdem war die Gastgeberin so nett und hat uns eine Tour für den nächsten Tag organisiert. Die Unterkunft selbst ist ganz pasabel – ein Appartment mit 3 Schlafzimmern und Gemeinschaftsbad sowie Wohn- und Esszimmer.
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Abends wurden wir zu einer chinesischen Teezeremonie in das Haus unserer Gastgeberin eingeladen. Ein Tee-Meister zeigte uns dabei, wie traditionellerweise Tee getunken wird. Chinesen benutzen dazu zwei sehr kleine Tassen, von denen eine nur für das Riechen da ist. Während wir verschiedene Teesorten probieren durften, erzählte er uns, dass Tee umso besser schmeckt, je älter er ist, ähnlich wie bei Wein (sein ältester Tee ist 60 Jahre alt). Das klingt noch ganz plausibel. Aber das auch Teekannen mit jedem Benutzen besser werden … naja. Insgesamt war es aber eine witzige Erfahrung!
Den restlichen Abend haben wir mit unseren Holländern bei einem zweiten Abendessen und in dem einzigen Pub im Ort mit einem Biertower ausklingen lassen. (Kommentar der Holländer: “kaum ist man mit deutschen unterwegs …” – Klischee erfüllt!)
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Am nächsten Morgen sind wir pünktlich zu unserem Ausflug gestartet.
Die Cameron Highlands mit ihrer angenehm kühlen Luft (im Vergleich zum Rest von Malaysia) sind bekannt für den Anbau von schwarzem Tee durch durch den Einfluss aus der Zeit, in der Malaysia eine britische Kolonie war. Der lustige indische Guide hat uns deshalb unter anderem zu einer Teeplantage und einer Teefactory mit Outlet-Shop und Café gebracht. Dann sind wir auf den höchsten Berg in den Highlands gefahren, den Mount Brinchang, der gut zu merkende 6666 ft. (2032 m) hoch ist. Auf einem klapprigen, rostigen Aussichtsturm hatte man einen tollen Ausblick auf … nichts bzw. ein paar Bäume und Wolken. In diesen Waldabschnitt, der wegen der durchziehenden Wolken auch Cloud-Forest genannt wird, sind wir ein Stück hinein gelaufen und haben die verschlungenen, moosigen Bäume und Wurzeln bewundert, die dem “mossy-forest” etwas mystisches verleihen. Von unten absolut toll!

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Abends waren wir “teuer” essen: für umgerechnet 11 Euro gab es ein Steam-Boat bei dem man eine Suppe bekommt, in der man selbst nach Lust und Laune Nudeln, Meeresgetier, Fisch, Gemüse usw. kochen kann.

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Übrigens: gegessen haben wir, außer dieses eine Mal nur indisch (auch zum Frühstück) und sind jetzt praktisch Stammgäste im indischen Restaurant um die Ecke.

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Gestern wollten wir noch eine nette, kleine Wanderung machen. Dazu haben wir uns einen Guide (wieder ein sympathischer Inder) ‘gemietet’. Als wir, anders als erwartet, von unserem Appartment aus los gelaufen sind, dachten wir aber zunächst, dass das rausgeworfenes Geld wäre. Laufen können wir schließlich alleine! Aber nach nur 10 Minuten waren wir im Jungle und er zeigte uns alle paar Schritte neue, faszinierende Pflanzen, erklärte vieles über den uralten Regenwald und gestaltete das Laufen dadurch sehr interessant und absolut kurzweilig. Weitere 20 Minuten später waren wir dann richtig froh, ihn zu haben, denn jetzt waren wir auf einem sehr anspruchsvollen Hiking-Weg, der eher eine Art naturbelassener Klettersteig aus Wurzeln ist. Der Aufstieg zum Gipfel war sehr anstrengend und durch die feuchte Luft kräftezehrend. Aber oben angekommen wurden wir mit einem wunderbaren Blick auf den Regenwald belohnt. Insgesamt waren wir ca. 5 Stunden mit unserem Guide unterwegs.
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Am Nachmittag sind wir dann noch zu einer weiteren Teeplantage gelaufen, die einige Kilometer unter unserem Ort war. Auch hier haben wir auf der Terasse einen frischen, örtlichen Tee getrunken und danach noch ein paar schöne Bilder gemacht – Lena auch wieder mit anderen Touristen.

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Insgesamt sind wir an diesem Tag auf 23 gelaufene Kilometer gekommen!

690 Kommentare

  1. Hallöchen ihr zwei.
    Wo bleibt der nächste Reisebericht….
    Sind schon ganz gespannt, wie es weitergeht.
    Super schöne Bilder und Berichte. Weiter so :-))
    Grüsse aus Hassel

    1. Dankeschön ihr Lieben!
      Wir arbeiten schon dran – morgen müsste der nächste Bericht folgen und wenn alles gut läuft kommen heute schon Bilder in den Fotos-Ordner 🙂
      Liebe Grüße aus Penang

  2. Hallo . schöne Bilder und sehr gute Beschreibung, warten schon auf die nächste Etappe. Ganz schön spannend. Viele liebe Grüße Opa Hans 👍 👏

    1. Schön, dass ihr immer so fleißig lest und kommentiert!
      Morgen früh geht es schon weiter zum nächsten Ziel Langkawi und damit folgt dann auch der Beitrag zu unserem Aufenthalt hier in Penang 🙂
      Ganz liebe Grüße zurück!

  3. Hallo ihr Lieben, ihr seid spitze😃😃 Mit allem , die Bilder, die Berichte, die Zeit die ihr Euch nimmt um uns alles zu berichten 😘.
    Ich freue mich immer riesig wenn ich weiterlesen kann und ein wenig an der Reise teilnehmen kann.
    Liebe Grüße

  4. Liebe Lena und lieber Max,
    ich muss euch ein großes Kompliment machen. Die Wort- und Bildbeiträge sind super – sehr unterhaltsam und spannend. Fühle ich als ob ich auch dabei wäre. Nur ohne das feuchte Wetter und das “komische Essen”. Freu mich auf jeden Bericht. Machts gut – bis zum nächsten Bericht.
    Eure Heidi

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